Caritas Altenzentrum St. Martha - Geschichte des Hauses / Schutzpatron

www.st-martha-speyer.de
Unser Haus
Wofür wir stehen
Wohnen und Wohlfühlen
Wohnformen und Pflege
Pflegeleitbild
Wir bieten an
Seelsorge
Geschichte des Hauses / Schutzpatron

Unser Haus

Geschichte des Hauses

Am Ostersonntag 1928 wurde das alte St. Marthaheim "in bester zentraler Lage an dem schönen, baumbestandenen Sankt-Guido-Stifts-Platz" seiner Bestimmung übergeben. Es war der Initiative des damaligen Bischofs Dr. Ludwig Sebastian (geboren 1862, Bischof von 1917 - 1943) zu verdanken. Erste Bestrebungen, "erwerbstätigen Frauen und Mädchen, die im Berufsleben stehen, aber auch allein stehenden Frauen und Witwen, die ihre alten Tage in treuer Obhut sorgender Schwestern zubringen wollen" ("Pilger") ein Heim zu schaffen, gingen bereits auf das Jahr 1926 zurück. Gedacht war vor allem auch an ältere Pfarrhaushälterinnen.

geschichte
Unsere Schutzpatronin die heilige Martha

Nach schwieriger Beschaffung der erforderlichen Finanzmittel sowie mit Eigenmitteln des Caritasverbandes und, wie es heißt, "geliehenem Geld zu günstigem Zinsfuße" konnte im Februar 1927 das Anwesen des Kaufmanns Conrad Claus am Sankt-Guido-Stifts-Platz für 55 000 Reichsmark erworben werden. Bischof Ludwig Sebastian war es auch, der das Haus bei der Namensgebung unter den Schutz der heiligen Martha stellte, deren in Holz geschnitzte Statue (von dem Südtiroler Holzbildhauer Gebhard Piccolruaz 1999 geschaffen) einen Ehrenplatz in der Kapelle des heutigen neuen Marthaheimes erhalten hat.

Die Namensgebung beruht auf dem Johannes-Evangelium (Joh.12, 1-2), wo es heißt: "Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Bethanien, dort bereiteten sie ihm ein Mahl. Martha wartete auf, während ihre Schwester Maria sich Jesus zuwandte und auf sein Wort hörte". Deshalb gilt die heilige Martha als die Personifizierung des tätig dienenden Lebens und als Schutzpatronin der in Fürsorge und Nächstenliebe arbeitenden Menschen.

Hausverwaltung und Betreuung der Bewohner wurden den Paulusschwestern aus Herxheim übertragen, die trotz Nachwuchsmangel und Überalterung der Schwestern ihre treuen Dienste bis 1973 leisteten. Inzwischen war das St. Marthaheim mehrfach vergrößert und modernisiert worden (Erweiterungsbau 1931 mit neuer Kirche, Versammlungsraum und Schwesternwohnheim). Das 2 500 Quadratmeter große Gartengrundstück samt Schweine- und Hühnerstall diente der weitgehenden Selbstversorgung der auf Sparsamkeit bedachten Einrichtung.

Als die Paulusschwestern ausgezogen waren, wurde das Marthaheim 1974 bis 1984 mit zuletzt noch rund 60 Bewohnern von weltlichem Personal und seit 1976 einem neuen Heimleiter weitergeführt. Von 1984 bis 1988 stand das Haus leer. Bauzustand und Einrichtung entsprachen längst nicht mehr den Erfordernissen zeitgemäßer Altenpflege. Ab 1988 stellte der Diözesan-Caritasverband nach erheblichen Investitionen das Haus bis ins Jahr 2001 dem damals dringenden Bedarf als Aussiedler-Wohnheim zur Verfügung, ehe es samt Grundstück an die Speyerer Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GEWO) verkauft wurde.

Statt einer als unrentabel erachteten Generalsanierung entschloss sich der Diözesan-Caritasverband bereits 1977 zu einem Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Orth'schen Gutshofes in Nachbarschaft der Josephskirche. Es galt schon damals als "Musterprojekt eines Alten- und Pflegezentrums". Die Baukosten wurden auf rund 16 Millionen D.Mark beziffert, wobei die Stadt Speyer und das Land Rheinland-Pfalz erhebliche Zuschüsse leisteten. Bereits bei der Einweihung des neuen Caritas-Altenzentrum St. Martha am 28. November 1984 war das Haus mit seinen 78 Pflege- und 22 Altenheim-Plätzen voll belegt. (wh)